
Bei meiner gestrigen Abend-Lektüre bin ich in der Zeitschrift "MATRIX 3000", Band 46, Juli, August 2008, auf einen interessanten Artikel gestoßen. Ein Beitrag von Ernst Meckelburg "Kosyrev-Spiegel" - Energetische Qualität der Zeit.
Er berichtet hier über Experimente des russischen Astrophysikers Professor Nikolai A. Kosyrev, der den Lesern die Natur der Zeit näherbringen will. Es geht hier um den sogenannten Kosyrev-Spiegel, mit dem Zeitexperimente eine neue Qualität gewinnen.
Das neu aufflammende Interesse an Unterhaltungsfilmen, die sich mit Zeitreisen und Realitätsmanipulation befassen, kommt nicht von ungefähr, erörtern doch namhafte Physiker und Astrophysiker nun schon seit Jahren in angesehenen Fachzeitschriften ernsthaft die Möglichkeit raumzeitlicher Versetzungen - das künstlich herbeigeführte Eindringen in andere Zeitperioden oder gar in Paralleluniversen. Bei den von Ihnen vorgestellten Modellen handelt es sich meist um Rückwärtsbewegungen in der Zeit, also um Zeitreisen in die Vergangenheit. Das ist doch verständlich, bläst doch der "Zeitwind" im "Zug der Zeit" stets von vorn - entgegen der Fahrtrichtung. In unserer Analogie ist die Zeit vorn verdünnt, hier vergeht sie - von uns aus betrachtet - "langsamer".
"Hinter" uns ist die Zeit hingegen "dicker", das heißt, massierter, wodurch sich größere zeitliche "Entfernungen" bequemer zurücklegen lassen. Anders ausgedrückt: Zeitliche Rückwärtsbewegungen wären mit Sicherheit unproblematischer als Reisen in eine der noch nicht festliegenden Zukünfte oder höheren Dimensionalitäten.
Spiegelwelten
Professor Nikolai A. Kosyrev, einer der angesehensten Astrophysiker Rußlands, interessierte sich schon in den 60er jahren des vorigen Jahrhunderts für energetische und "Dichte"-Aspekte der Zeit experimentell und machte dabei einige interessante Entdeckungen. Seiner Auffassung nach seht das Ursache-Wirkungs-Prinzip - die Kausalität - mit der nicht vertretbaren Unterscheidung zwischen Vergangenheit und Zukunft in enger Beziehung. Seinen Experimenten liegen tiefschürfende Überlegungen zugrunde, die zum besseren Verständnis des Zeitphänomens hier kurz erwähnt werden sollen.
Kosyrev hat festgestellt, daß die Zeit eine Qualität besitzt, die Unterschiede zwischen Ursache und Wirkung aufzeigt. Aus den scheinbar durch reelle Zahlenwerte bestimmten Eigenschaften der Zeitstruktur läßt sich auch gleich das Grundtheorem der kausalen Mechanik herleiten: Eine Welt mit einer entgegengesetzten Zeitstruktur entspricht vergleichsweise einer solchen, wie sie sich in einem Spiegel darstellt.
In einer Spiegelwelt aber bleibt die Kausalität voll erhalten. Ereignisse müßten dort genau so regelmäßig wie in unserer Welt ablaufen. Es wäre falsch anzunehmen, daß, wenn man einen Film rückwärts ablaufen ließe, wir ein Weltmodell mit umgekehrtem Zeitrichtungssinn besäßen. Die Vorzeichen der Zeitintervalle lassen sich keinesfalls formell ändern. Denn dies würde, so Kosyrev, zur Störung der gewohnten zeitlichen Abfolge, zu einer widersinnigen Welt führen, die nicht existenzfähig wäre. ......
Kurz zum Schluß des Berichtes:
Aus dem Ergebnis seiner Versuche folgert Kosyrev, daß sich die Zeit im Kosmos nicht etwa ausbreitet, sondern daß sie vielmehr sofort und überall, das heißt gleichzeitig in Erscheinung tritt. Auf der Zeitachse wäre dann das gesamte Universum gewissermaßen in einem Punkt konzentriert - eine Theorie, die mit dem vom Autor vertretenen Modell eines mehr als vier Dimensionen umfassenden Hyper-Universum in geradezu idealer Weise übereinstimmt.
Kosyrev ist der Auffassung, daß die zeitlose Übertragung von Informationen mit den Aussagen der speziellen Relativitätstheorie durchaus vereinbar ist. In einem "punktförmigen" Weltmodell würden nicht nur die geltenden physikalischen Gesetze gewahrt bleiben, sonder auch zahlreiche ungewöhnliche, d. h. paranormale und paraphysikalische Phänomene wie Telepathie, Vorauswissen, Erscheingen und dergleichen eine Erklärung finden.
Hinter diesen umwälzenden Erkenntnissen verbergen sich erste zaghafte Ansätze zur Realisierung eines Menschheitstraums, der von einer in ferner Zukunft mit uns parallel lebenden irdischen Hochzivilisationen sicher schon längst verwirklicht wurde. Zeitreisen in die eigene Vergangenheit. Hierbei könnte die Nutzung des energetischen Aspekts der Zeit als ökonomisches Manipulationsinstrument zum Durchbrechen der Zeitbarriere und Vordringen in andere Realitäten zum Tragen kommen.
Literatur: Ernst Meckelburg "Zeit-Experimente"
Wissenschaftler durchbrechen die Zeitschranke
Michaels Verlag ISBN 978-3-89539-491-1
